Südeuropa 17_Die Heimreise durch Frankreich

 Heute fahren wir nach Frankreich, verlassen die Pyrenäen und fahren bis nach Lacanau an den Atlantik. Wir gehen auf den Campingplatz in Carcans Plage. Es ist wie das Auftauchen aus einer fremden Welt in eine bekannte. Man fühlt sich gar nicht mehr weit weg von zu Hause, obwohl es noch 1200 km sind.

Cancans Plage





Wir kennen die Gegend, ich war schon als Kind mit meinen Eltern hier und wir waren mehrmals mit unseren Kindern hier. Für meinen Vater war es ein besonderer Ort, da er hier als Jugendlicher zwei Jahre in Gefangenschaft war, dabei diesen Ort aber auch lieben gelernt hat. Für uns ist es auch ein besonderer Ort: hier ist Julius entstanden, hier hat er Radfahren gelernt, hier hatten wir viel Spaß mit den Jungs und dieser Ort erinnert an meine Eltern, die regelmäßig hier waren. Wir werden hier ein paar Tage verbringen, bevor die letzte Woche unserer langen Reise beginnt und wir die Heimreise durch Frankreich antreten.

Fast fünf Tage bleiben wir an der Atlantikküste, unternehmen viele Radtouren und schauen uns die bekannten Orte an. Es ist schön, mal nicht einen Ort neu zu entdecken, sondern bekannte Dinge wiederzuerkennen. Wir verbringen auch viel Zeit an dem wunderschönen Strand und erleben einige herrliche Sonnenuntergänge. Wir haben Traumwetter hier.

Lacanau Plage



Hourtin



Hourtin Plage


Naturreservat de l'Etang du Cousseau



Le Pin Sec


Dann geht es weiter, zunächst nach Bordeaux. Wir finden einen schönen Stellplatz in einem Vorort. Hier verbringen wir die Nacht und radeln am nächsten Morgen in die Stadt. Schon auf dem Weg in die Innen- und Altstadt sind wir beeindruckt und dieser Eindruck setzt sich bei unserem Stadtrundgang fort. Bordeaux ist eine Stadt mit besonderen Flair. Schön ist die fast autofreie Innen- bzw. Altstadt und beeindruckend der Fahrradverkehr. Dazu natürlich die herrlichen Gebäude, Plätze, Straßen und gemütlichen Bars und Cafes. 

Stellplatz in Bordeaux



Einige Eindrücke von der sehenswerten Stadt Bordeaux, benauere Beschreibung siehe unten im Video:



















Nach vier Stunden geht es zurück zum WoMo und anschließend in das 40 km entfernte Saint Emilion. Auch hier hat mein Vater einige Zeit auf einem Weinchateau als Kriegsgefangener gearbeitet. Wir finden einen Übenachtungsplatz auf einem kleinen Weingut und nehmen am Abend noch an einer Weinprobe teil.







Am nächsten Morgen fahren wir mit den Rädern in das naheglege Saint Emilion, eine mittelalterliche Kleinstadt mit ehemaligem Kloster, einer großen Kirche und einer schönen Altstadt, umgeben von Weinfeldern mit großen Chateaus.










Mittags fahren wir weiter Richtung Norden und unser nächster Stop befindet sich kurz vor Cognac. Wir übernachten auf dem Anwesen eines Weingutes mit Cognac Herstellung. Auch hier können wir eine Führung mit Verkostung bekommen. Es ist total interessant zu erfahren, wie der Cognac hergestellt wird und welches Gebiet Cognac umfasst. Mit einer Ergänzung für unsere Hausbar gehen wir zurück zu unserem WoMo.







Wir besuchen am nächsten Tag Cognac, laufen durch die Altstadt, vorbei an den großen Cognachersteller Matell und Hennessey. 








Dann geht die Fahrt weiter Richtung Deutschland. Wir haben uns für die nächsten Tage jeweils zwischen 250 und 300 km vorgenommen, so sehen wir noch einiges von Frankreich und sind ohne Stress bis Samstag in Marburg. Heute übernachten wir in dem kleinen Dorf Cressat, eine typisches Dorf für diese Region Nouvelle-Aquitaine. Es liegt westlich der Stadt Gueret. Hier gibt es in vielen Gemeinden Wohnmobilstellplätze, auf denen man ohne Kosten stehen und übernachten kann, die Gemeinde Cressat hat auch einen, den wir heute nutzen.





Heute sind wir bis in den Burgund in die Sadt Beaune gefahren. Hier stehen wir auf einem Campingplatz. Wir fahren mit den Rädern in das kleine Städtchen. In einer Kirche ist eine Kunstausstelung, die uns richtig gut gefällt: Bilder und Skulpturen aus Holz und Eisen. Drei etwa 120cm hohe Skulpturen aus Eisen gefallen mir bsonders gut. Nachdem wir uns alles angeschaut haben, bummeln wir weiter durch das schöne Städtchen, kaufen noch ein Geschirrtuch mit Abbildungen von französichen Kaäse und ein Kleid. Während dieser Zeit überlegen wir, ob wir eine der Skulpturen aus der Ausstellung kaufen wollen und entschließen uns schließlich dafür: als Abschlusserinnerung der großen Reise.






Der Künstler ist super erfreut, als wir eines seiner Stücke kaufen wollen. Er erklärt, wie die Arbeit entstanden ist, dass die Skulptur auch draußen stehen kann und er schreibt sich meine Adresse auf, damit er weiß, wo sein Kunstwerk hingeht.

Wir sind mit den Rädern in der Stadt, wie sollen wir die Skulptur zum Campingplatz befördern? So richtig zum verpacken haben die Organisatoren der Ausstellung und die Künstler nichts dabei. Mit Klarsichtfolie wird das gute Stück umwickelt. aber wie wollen wir das Ganze mit den Rädern transportieren? Rainer meint, das geht mit dem Rad. Aber als die Ausstellungsorganisatoren sehen, dass wir mit den Rädern in der Stadt sind, bieten sie an das gute Stück zum Campingplatz zu bringen.



Der Künstler selbst bringt es uns und fragt dann doch noch mal nach, wie wir es nach Hause transportieren wollen, Als wir ihm erklären, das es im WoMo während der Fahrt auf unserem Bett liegt, scheint er beruhigt zu sein.


Wir wollten eigentlich abends Essen gehen, entscheiden uns aber dies auf Morgen, den letzten Tag der Reise zu verlegen und essen unseren Rest Ratatouille vvom Vortag mit einer guten Flasche Burgunder Wein und leckeren französischen Käse als Nachtisch.


Die zweitletzte Etappe unserer langen Reise führt uns in den Elsass. In dem Örtchen Orschwihr halten wir auf einem Parkplatz nahe des WoMo Stellplatzes, da dieser leider schon mit vier WoMos besetzt ist. Wir laufen eine kleine Runde durch das Dorf und gehen gegen 19 Uhr in dem örtlichen Restaurant essen. Das Essen ist total lecker und die Atmosphäre supertoll. Spezialität des Hauses ist wohl Fondue. Die Tische sind alle bestzt, wir bekommen einen der letzten, und außer uns essen alle Fondue. Aber auch meine Entenbrust und Rainers Schnecken (Vorspeise), sowie der Lachs in Sauerampfersoße (Gudrun) und der Schweinenacken (Rainer) sind superlecker. Als Nachtisch gibt es dann noch Fruchtsorbet und für Rainer einen Espresso. Ein würdiger Abschluss der langen Reise.





Die letzte Etappe beginnt. Wir fahren über Straßburg, Germersheim und Speyer, dann auf die A 67 nach Darmstadt und erreichen am 1.Juli nachmittags gegen 17.00 Uhr wieder Marburg. Wir sind insgesamt 15.000 km gefahren, plus der etwa 3000 Fährkilometer.


Videos:

Südfrankreich Atlantikküste







































































































































































































































































































































































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